Altenhilfekonzept für neun Städte
Erste Besprechung | Fachgesprächsrunde Nördliches Fichtelgebirge trifft sich im Schönwalder Rathaus. Projektverlauf bis Ende 2010 vorgestellt. Fragebogen wird verteilt.
Schönwald - Zu einer Fachgesprächsrunde für die Projektentwicklung eines Interkommunalen Altenhilfe- und Mehrgenerationenkonzeptes innerhalb der Region Nördliches Fichtelgebirge lud Bürgermeister Robert Frenzl im Rahmen des fünften Runden Tisches Soziale und familienfreundliche Stadt ins Rathaus ein.
Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, erklärte Michael Stein, Verantwortlicher für die Projektdurchführung, den Vertretern aus den Reihen der kommunalen Politik, der Kindergärten, des Kinderhorts, der Schule, der Kirchen, der Diakonie und des Seniorenheims den geplanten Projektverlauf bis Ende 2010.
An erster Stelle stehe die Gewinnung von Informationen über Wünsche und Bedürfnisse einer älterwerdenden Gesellschaft. Zweiter Schritt sei die Erstellung und Umsetzung eines interkommunalen Altenhilfe- und Mehrgenerationenkonzeptes für die neun beteiligten Kommunen. Dritter Punkt sei die gezielte Werbung außerhalb der Region für einen Zuzug älterer Menschen, sowie von Fachkräften und Familien. Schwerpunkt des Projektes werde es sein, das Wohnen in den eigenen vier Wänden möglichst lange zu ermöglichen, den sozialen Kontakt zueinander zu verbessern und das ehrenamtliche Engagement von Jung und Alt zu fördern.
Der Informationsaustausch und die enge Kooperation zwischen den neun Kommunen des Nördlichen Fichtelgebirge (Kirchenlamitz, Marktleuthen, Oberkotzau, Röslau, Schönwald, Schwarzenbach a.d.Saale, Sparneck, Weißenstadt und Zell) spielten dabei die entscheidende Rolle.
Stein bat vor allem darum, aus Sicht der Fachvertreter die aktuelle Versorgungslage für ältere Mitmenschen in Schönwald mit ihren Stärken und Schwächen zu schildern. Als sehr positiv hätten die Teilnehmer das neu eröffnete im Stadtkern gelegene Seniorenheim Haus Perlenbach empfunden, sowie das aktive Vereinsleben und Miteinander von Jung und Alt vor Ort. Problematisch schätzte man die Mobilität vieler Senioren ein sowie auch die Situation der Barrierefreiheit in Wohnungen, Geschäften und dem öffentlichen Raum.
Ebenso seien die Teilnehmer um ihre Mitarbeit bei der Erstellung eines Fragebogens gebeten worden, derab Herbst an die Bewohner der neun Kommunen verteilt werden soll. Abgefragt werden darin die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen im Alter sowie deren Möglichkeit einer ehrenamtlichen Mitarbeit innerhalb sozialer Projekte zusammen mit der älteren Bevölkerung.
Zur Erstellung des Mehrgenerationenkonzeptes im kommenden Jahr verabredete man, ein weiteres Fachgespräch innerhalb dieser Runde durchzuführen, bei dem es nach Auswertung der Umfrage um die Planung und Umsetzung der konkreten Projekte gehen wird.
Quelle: FRANKENPOST vom 08. August 2008 ___________
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