Bald fährt der Bürgerbus
Bürgermeister Thomas Schwarz geht davon aus, dass der Betrieb im Oktober aufgenommen wird. Das Citymobil wäre als Fahrzeug geeignet.
Kirchenlamitz – In Kirchenlamitz wird es bald einen Bürgerbus geben. Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, die Einrichtung einer Bürgerbuslinie bei der Regierung von Oberfranken zu beantragen. Bürgermeister Thomas Schwarz geht davon aus, dass der Betrieb ab Oktober aufgenommen werden kann.
Der Bürgermeister bezifferte die laufenden Kosten auf jährlich 4600 Euro. An einmaligen Kosten würden 3400 Euro anfallen. Der Fahrpreis würde für eine Tageskarte zwei Euro und für eine Einzelkarte einen Euro betragen. Dem Stadtrat wurde auch der Entwurf eines Fahrplans mit den Fahr- und Tourenzeiten vorgelegt. Die Linie soll zunächst nur freitags verkehren. Eine Linie führt vom Vorderen Buchhaus aus durch die Stadt Kirchenlamitz. Haltepunkte sollen Geschäfte, Arztpraxen oder ähnliche Einrichtungen sein. Eine weitere Linie soll das Gebiet von Niederlamitz einbeziehen. Nach etwa einer Stunde kann wieder zurückgefahren werden. Erkundet werden soll, ob auch in weiteren Ortsteilen Bedarf besteht.
Bürgermeister Schwarz hatte zuvor erläutert, dass aufgrund der Untersuchungen des interkommunalen Altenhilfe- und Mehrgenerationenkonzeptes „Generation1-2-3“ und der Arbeitskreise im Rahmen des Programms „Aktiv im Alter“ der Wunsch nach mehr Mobilität innerhalb der Stadt geäußert worden sei. Insbesondere ältere Menschen sollten besser an die Einkaufs- und Dienstleistungsmöglichkeiten im Stadtgebiet angebunden werden. Verwaltung und Bürgermeister hätten Sondierungsgespräche mit Linienbetreibern, dem Landkreis, der Straßenverkehrsbehörde, der Polizei, der Regierung von Oberfranken und möglichen Busfahrern geführt. Wie schwarz sagte, hätten die Linienbetreiber des öffentlichen Personennahverkehrs keine Einwände gegen eine Bürgerbuslinie in Kirchenlamitz erhoben. Der Landkreis werde prüfen, ob die Kosten für die Bürgerbuslinie im Rahmen des ÖPNV getragen oder anteilig gefördert werden können.
Laut Schwarz stehen auch Busfahrer mit Fahrgastbeförderungsschein zur Verfügung. Die Regierung habe signalisiert, dass sie die Bürgerbuslinie genehmigen werde und dass das städtische Citymobil dafür geeignet sei.
Willi Fischer
Quelle: FRANKENPOST vom 13. September 2010_____
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