* Neues zu Generation 1-2-3 *

Modellprojektphase
von "Generation 1-2-3"
ist zu Ende

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Die offizielle
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Präsentation Generation 1-2-3

Hier finden Sie zum Modellprojekt Generation 1-2-3 eine Ende 2010 erstellte
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Börse fürs Ehrenamt

Bürgerforum | Kirchenlamitzer wollen auch im Alter in ihrer Stadt bleiben. Viele Einwohner wünschen sich mehr Mobilität und weitere Betreuungsmöglichkeiten.     Von Willi Fischer


Kirchenlamitz – 30 interessierte Bürger aus allen Altersschichten beteiligten sich am Bürgerforum „Aktiv im Alter“. Zusammen mit Bürgermeister Thomas Schwarz und „Generation 1-2-3“-Projektleiter Michael Stein suchten sie nach Möglichkeiten, die Angebote für ältere Menschen und junge Familien zu verbessern und bei Auswärtigen das Interesse an einem Umzug in die Region zu wecken. Moderiert wurde das Forum von Pfarrer Wolfram Lehmann vom Evangelischen Bildungs- und Tagungszentrum Bad Alexandersbad.

Bürgermeister Schwarz sagte, dass die vielen Teilnehmer beweisen, dass sich viele Bürger für die Themen interessieren würden. Nun gehe es darum, die Anregungen umzusetzen, mit Leben zu erfüllen und weiter zu entwickeln. Im Rahmen von Arbeitskreisen sollten Lösungen erarbeitet werden.

Pfarrer Wolfrum Lehmann erklärte, dass die Evangelische Kirche ein Netzwerk über den Strukturwandel entwickelt habe, aus dem heraus Impulse für die Region und die hier lebenden Menschen entwickelt werden sollen.

Projektleiter Michael Stein stellte die Ergebnisse aus der Umfrage im Rahmen des Interkommunalen Altenhilfe- und Mehrgenerationenkonzeptes vor. Er gab bekannt, dass aus Kirchenlamitz 93 Bögen abgegeben wurden, das entspreche über fünf Prozent der Haushalte. Laut Stein wünschen sich 70 Prozent eine Verbesserung von Bus- und Bahnverbindungen. Weitere Wünsche beträfen die fachärztliche Versorgung, die Schaffung von kurzfristigen Betreuungsmöglichkeiten, öffentliche Toiletten sowie die Schaffung von Einkaufsmöglichkeiten. Die Mehrheit in Kirchenlamitz (59,7 Prozent) lehne es ab, im Alter umzuziehen. „Damit liegt Kirchenlamitz wesentlich über dem Durchschnitt (48,2 Prozent) im Befragungsgebiet.“ Die Mehrheit (54 Prozent) fühle sich in die Stadt sehr gut eingebunden. Sehr hoch liegt laut Stein die ehrenamtliche Beteiligung (64,1 Prozent). 45,7 Prozent könnten sich vorstellen, sich für den Heimatort einzusetzen. Informationswünsche bestehen in Kirchenlamitz insbesondere auf den Gebieten von Steuerrechtsfragen, Winterdienst, betreutes Wohnen, Treffen für ältere in Gaststätten, Pflegeheime und Treffpunkte für Singles. Zum Ausdruck gebracht werde, dass das Ehrenamt besser anerkannt werden sollte. Auch werde eine stärkere Vernetzung zu den Nachbargemeinden gewünscht.

In der Diskussion wurde vor allem herausgestellt, dass es wichtig sei, für alle vorhandenen und angebotenen Dienste ein Bürgertelefon einzurichten, das als eine Art „Ehrenamtsbörse“ genutzt werden könne. Als leuchtendes Beispiel wurde Veronika Burger hervorgehoben, die ehrenamtlich mit ihrem Auto Menschen zu Fachärzten fährt und Besorgungen erledigt. Als wichtiges Thema wurde die „Mobilität“ hervorgehoben. Dazu zählen insbesondere der Einkauf für den täglichen Bedarf, der öffentliche Personennahverkehr, ein Bürgerbus und Barrierefreiheit. Auch ehrenamtliche Betreuungsmöglichkeiten sind erwünscht, so etwa eine „Leih-Oma“. Beim Bürgerbus wünschten sich viele ältere Bürger eine „Dörfer-Tour“.

Michael Stein sagte, dass es sinnvoll wäre, eine Bedarfsermittlung für den Besuchsdienst vorzunehmen. Altbürgermeister Reinhard Weiß sagte, dass zum Thema „Information“ ein Ansprechpartner im Rathaus eingesetzt werden sollte. Übereinstimmung herrschte bei allen, dass die angesprochenen Punkte bis zum vierten Quartal realisiert werden sollten.


Zitat

„Wenn die angesprochenen Punkte realisiert werden, können wir mit dem Ergebnis zufrieden sein.“
Der 86 jährige Alwin Gebhardt



Quelle:
Frankenpost vom 11. Juli 2009__________
Download: Börse fürs Ehrenamt