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Präsentation Generation 1-2-3

Hier finden Sie zum Modellprojekt Generation 1-2-3 eine Ende 2010 erstellte
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Bürgerbus rollt gebraucht weiter

Um eine Unterbrechung des Angebots zu verhindern, kauft die Stadt Schwarzenbach einen Kleinbus. Die niedrigen Fahrgastzahlen machen einigen Räten Sorgen.

 

Schwarzenbach an der Saale – Die Stadt Schwarzenbach an der Saale wird einen gebrauchten Bus für maximal 10.000 Euro anschaffen, der künftig als Bürgerbus über die Straßen rollen wird. Das hat der Stadtrat nach langer Diskussion in seiner Sitzung am Dienstag gegen die Stimmen von Günter Letfuß (Grüne) und Werner Barthold (CSU) beschlossen.

Notwendig war dieser Schritt geworden, weil die benachbarte Gemeinde Kirchenlamitz ihren Bus, den sie Schwarzenbach an der Saale als Bürgerbus zur Verfügung stellt, zum einen künftig selbst mehr in Anspruch nehmen will. Zum anderen stünde das Fahrzeug weiterhin, wenn auch eingeschränkt, zur Verfügung, doch der bisherige Fahrer, der durch eine Maßnahme der Arbeitsagentur ans Steuer kam, wird bald nicht mehr bezahlt. Und die Ehrenamtlichen, die diese Lücke füllen wollen, können den Bus nicht für jede Tagestour aus Kirchenlamitz holen.„Daher wäre es besser, wenn wir uns selbst einen Bus zulegen“, argumentierte Bürgermeister Alexander Eberl.

In der Sache waren sich nahezu alle einig, Hans-Peter Baumann, CSU-Fraktionschef, wollte aber zunächst kalkuliert haben, ob ein neues oder ein gebrauchtes Fahrzeug letztlich günstiger käme. Das neue könnte man, so lautete sein Vorschlag, als Schulbus einsetzen und den bisherigen Schulbus als Bürgerbus verwenden. Ferner wollte er zunächst detaillierte Fahrgastzahlen sehen. Seinen Informationen zufolge nutze gerade mal ein Fahrgast pro Tour das Angebot. Prinzipiell sei er nicht gegen den Bürgerbus, doch müsse man durchrechnen, ob eventuelle Alternativen nicht besser sind. Diesen zeitlichen Aufschub aber wollte Eberl nicht zulassen. Denn der Fahrer werde bald nicht mehr zur Verfügung stehen und die Ehrenamtlichen warteten auf ihren Einsatz. Würde der Fahrdienst ausgesetzt werden müssen, würde das das ganze Konzept gefährden. Den Bus wieder auf die Spur brachten Wieland Dengler (SPD) und Werner Schwarz (ÜWG-FW). Gerade ältere Menschen Mobilität zu ermöglichen, das sei als Konzept wegweisend. Auch die – noch – ernüchternden Fahrgastzahlen sagten nach einem Jahr noch nicht allzu viel aus. Zudem sei es mit einem eigenen Bus auch möglich, die Außenorte zu bedienen, und auch Vereine könnten ihn nutzen. Allein Günter Letfuß wandte sich gegen eine Fortsetzung des Projekts. „Nur wegen eines Fahrgastes pro Fahrt lohnt sich das nicht. Da könnten wir auch ein Taxi fahren lassen.“ Eberl dazu: „Es lässt sich leicht reden, wenn man das Angebot nicht braucht.“ Bartold stimmte dagegen,weil der Aufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen stehe.

Schließlich einigte sich der Stadtrat darauf, einen gebrauchten Bus zu kaufen. Zudem wird die Verwaltung dem Gremium in jedem Quartal aktuelle Fahrgastzahlen vorlegen. hawe


Quelle:  FRANKENPOST vom 02. Dezember 2010________ Download: Bürgerbus rollt gebraucht weiter