Für Ehrung gibt es schon Warteliste
Neujahrsempfang | Die Anerkennungskultur, von der Bürgermeister Alexander Eberl immer wieder spricht, füllen die Bürger der Stadt Schwarzenbach an der Saale mit ihren zahlreichen Vorschlägen mit Leben.
Schwarzenbach an der Saale – Die Politik bleibt zum Neujahrsempfang der Stadt Schwarzenbach an der Saale traditionell außen vor. Es soll zu diesem Anlass, so Bürgermeister Alexander Eberl, schließlich einzig um die Bürger gehen, um solche, die sich über Jahre hinweg oft im Stillen und im Hintergrund ehrenamtlich engagieren, aber auch um Sportler und junge Künstler, die im vergangenen Jahr mit herausragenden Leistungen glänzten.
So war es auch am vergangenen Samstag im Sitzungssaal des Rathauses. Zwar saßen der Hofer Landrat Bernd Hering sowie sein Wunsiedler Amtskollege Dr. Karl Döhler gemeinsam mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Petra Ernstberger als Ehrengäste in der ersten Reihe, gekommen aber waren sie nicht, um zu reden, sondern jenen durch ihre Anwesenheit Respekt zu zollen, die ihn sich durch ihren künstlerischen oder sportlichen Erfolg sowie durch ihr rühriges Tun für Andere verdient hatten.
Den Neujahrsempfang stellte Eberl nicht ohne Hintergedanken unter den Begriff „Generation1-2-3“. Genau dies ist auch der Titel eines Projekts, das die Stadt Schwarzenbach an der Saale zurzeit im Verbund mit acht weiteren Städten und Gemeinden aus dem nördlichen Fichtelgebirge durchführt und mit dessen Hilfe der demografische Wandel in der Region gemeistert werden soll. Die Ziffern „1, 2, und 3“ stehen dabei für verschiedene Generationen, die möglichst im Miteinander und bei gegenseitiger Unterstützung diesen Wandel gestalten sollen.
„Wir haben nicht nur zu Ehrende aus allen Altersgruppen dabei, sondern auch exzellente Beispiele für generationenübergreifendes Engagement: Alt hilft Jung oder Jung hilft Alt.“
Gut 40 Mädchen und Buben, Damen und Herren bat Eberl in der folgenden Feierstunde nach vorne. Einzeln und in Gruppen. „Unsere Stadt braucht Menschen wie Dich!“ – so steht es in der Dankesurkunde, die Eberl ihnen neben einer „Schwarzenbacher Anstecknadel“ und einem süßen Gruß in Schokolade überreichte.
Als einen „Querschnitt vielfältigen bürgerschaftlichen Engagements unserer Stadt“ bezeichnete Eberl den Ehrenreigen, der länger hätte ausfallen können, wie er anmerkte. Laut Eberl mussten einige Vorschläge aus der Bürgerschaft aufs nächste Jahr verschoben werden. Es gebe also bereits eine „Warteliste“. Das mache ihn, wie Eberl bekannte, etwas stolz: „Die vielen Vorschläge zeigen, dass sich dieser Neujahrsempfang mit seinem ganz speziellen Ansatz in der Stadt etabliert hat und die Bürgerinnen und Bürger die Anerkennungskultur, von der ich immer wieder spreche, mit Leben füllen.“ ts-r
Quelle: Frankenpost vom 19. Januar 2009_______
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