* Neues zu Generation 1-2-3 *

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Präsentation Generation 1-2-3

Hier finden Sie zum Modellprojekt Generation 1-2-3 eine Ende 2010 erstellte
 PowerPoint-Präsentation als Download hinterlegt.Präsentation Generation 1-2-3

Gemeinsam für die Zukunft planen

Von Herbert Scharf

Weißenstadt - Gemeinsam sind sie stark: Bereits im Jahr 2005 haben sich die Kommunen Kirchenlamitz, Marktleuthen, Oberkotzau, Röslau, Schönwald, Schwarzenbach an der Saale, Sparneck, Weißenstadt und Zell für ein Interkommunalen Entwicklungskonzept zusammengetan. Die neun Städte und Gemeinden, die insgesamt rund 35 000 Einwohner zählen, wollen sich mit Planungen, Bauvorhaben, gemeinsamen Angeboten und Synergieeffekten auf vielen Gebieten auf die Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte vom Tourismus über Wirtschaftsförderung bis zum Stadtumbau aufgrund der demografischen Entwicklung vorbereiten. Handlungsbedarf besteht: In den vergangenen zwölf Jahren haben die beteiligten Kommunen zusammen rund 4000 Einwohner verloren.

Und die Bilanz der vergangenen Jahre - am Dienstag bei einem Pressegespräch von den Planern und den beteiligten Bürgermeistern präsentiert - kann sich sehen lassen. Mit dem Projekt habe man bundesweit Interesse erregt, sagte der Weißenstädter Bürgermeister Frank Dreyer. Im Rahmen des Stadtumbaus West habe man bereits einiges verwirklicht und man könne erste Erfolge vorweisen. Dreyer: "Das Projekt hat uns nicht nur alle weiter vorangebracht, sondern auch näher zusammengebracht."

Erfolg schweißt zusammen

Petra Gräßel, Referatsleiterin Städtebau bei der Regierung von Oberfranken, unterstrich die bisherige Bilanz mit einigen Zahlen. Nach dem Umbau der Winterling-Industriebrache in Kirchenlamitz und Schwarzenbach habe man bereits erste Interessenten für eine Ansiedlung. Insgesamt gebe es in Bayern zehn interkommunale Arbeitsgemeinschaften. Sieben davon wurden in Oberfranken gegründet.

Nicht nur die Not, auch der Erfolg schweiße die beteiligten Kommunen zusammen, sagte die Referatsleiterin. Das nördliche Fichtelgebirge sei einer der Gewinner: Von 24 Millionen Euro Fördergeldern flossen immerhin 14 in die Arbeitsgemeinschaft der neun Kommunen und lösten Investitionen von 25 Millionen Euro aus.

Mit Investitionen von neun Millionen Euro in diesem Jahr sei man bei einer Gesamtsumme von 46 Millionen Euro in ganz Bayern gut im Rennen. Ziel der Gemeinschaften sei es, in den Kommunen die vorhandenen Versorgungseinrichtungen zu erhalten und mit vielfältigen Planungen auf den demografischen Wandel zu reagieren.

Der Kirchenlamitzer Bürgermeister Thomas Schwarz freute sich, dass im vergangenen Jahr der Durchbruch für ein gemeinsames touristisches Konzept und eine gemeinsame Homepage gelungen sei. Das Citymobil verkehre derzeit als Bürgerbus. Er bedauerte jedoch, dass die Förderung von anfänglich 80 Prozent für Maßnahmen auf 60 Prozent heruntergefahren wurde. Schwarz appellierte an die Politiker, hier zugunsten strukturschwacher Gebiete wieder aufzustocken.

Rico Enge vom Planungsbüro "Umbau Stadt" in Weimar verwies darauf, dass der Klimaschutz schon bei den Kommunen beginne. Deshalb spiele die Frage alternativer Energien und nachwachsender Rohstoffe bei den Planungen eine große Rolle. Schließlich wolle man die Wertschöpfung so weit wie möglich in der Region halten.

Die beteiligten Kommunen sollten dabei nicht in Konkurrenz stehen, sondern gemeinsam profitieren. Das beginne bei einem gemeinsamen Touristikangebot bis zu einer attraktiven Homepage im Internet. Eine der Visionen sei eine bessere Vermarktung des Kornberg-Turms, sei es als Aussichtsturm, sei es als Hotel.


Viel erreicht, aber noch mehr vor

Weißenstadt
- Ein ehrgeiziges Ziel des Interkommunalen Entwicklungskonzepts "Nördliches Fichtelgebirge" (siehe nebenstehenden Artikel) ist ein grenzüberschreitender Radwanderweg von der Egerquelle durch die neun Gemeinden bis nach Eger, eventuell mit einem Anschluss an weitere Radwege. Michael Stein, Diplom-Soziologe, berichtete gestern von der Vorstellung des Projekts im Städtetag, von Sprechtagen "Rund um das Alter" in den Kommunen, runden Tischen für Senioren und einem Wegweiser für altersgerechtes Wohnen sowie der Planung von Mehrgenerationenhäusern. Man wolle einen Beitrag dazu leisten, dass die Region nicht nur für ältere Menschen, sondern auch für junge Familien attraktiver werde.

Ulrich Weber von dem Planungsbüro erläuterte erste Erfolge mit der Revitalisierung von Industriebrachen in der Region. In Kirchenlamitz wurde ein Labyrinth mit Granitquadern geschaffen, in Schwarzenbach ein Edekamarkt gestaltet. In Röslau wird im Ortskern ein "Platz der Generationen" konzipiert, in Schönwald das Rathaus-Umfeld verschönert, alte Mehrfamilienhäuser wichen neuen Einfamilienheimen. In Weißenstadt sind der Marktplatz und ein Bürgerhaus Ziele, in Sparneck wird das Flehmig-Gelände mit Hilfe der Hochschule Coburg umgeplant, in Zell geht es um einen schöneren Ortskern. Die Vertreterin der Regierung unterstrich abschließend, dass künftig interkommunale Gemeinschaften noch stärker bei der Mittelzuteilung berücksichtigt würden.

Um die konkreten Pläne der neun Kommunen ging es am Dienstagnachmittag bei einer Sitzung des Lenkungsausschusses. H. S.

Quelle: FRANKENPOST vom 17. März 2010________ Download: Gemeinsam für die Zukunft planen