* Neues zu Generation 1-2-3 *

Modellprojektphase
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Präsentation Generation 1-2-3

Hier finden Sie zum Modellprojekt Generation 1-2-3 eine Ende 2010 erstellte
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Generation 1-2-3 ist wertvoll für alle

SPD - Interkommunales Altenhilfe- und Mehrgenerationenkonzept


Schönwald - Eine Kommune kann Lösungen gegen die Auswirkungen des demografischen Wandels nicht allein umsetzen. Hier bedarf es der Zusammenarbeit mit anderen. So beteiligt sich die Stadt Schönwald zusammen mit Kirchenlamitz, Marktleuthen, Oberkotzau, Röslau, Schwarzenbach, Sparneck, Weißenstadt und Zell an der Erstellung und Umsetzung eines interkommunalen Altenhilfe- und Mehrgenerationenkonzeptes. Bei einem Informationsabend des SPD-Ortsvereins Schönwald wurde darüber diskutiert, heißt es in einer Mitteilung.

Projektträger ist die Stadt Schwarzenbach, Projektleiter der Diplom-Soziologe Michael Stein. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus Jaschke betonte bei dem Informationsabend die Wichtigkeit dieses Konzeptes. In der ländlichen Modellregion der neun Städte und Gemeinden lebten etwa 35 000 Menschen. Der tiefgreifende Strukturwandel in der Porzellan- und Textilindustrie habe zu einem dramatischen Rückgang der Beschäftigten geführt.

Das steigende Durchschnittsalter der Bevölkerung und der Wegzug von jungen Menschen sei einebesondere Herausforderung, könne aber auch eine Chance für die Zukunft bedeuten.

Mit dem interkommunalen Altenhilfe- und Mehrgenerationenkonzept Generation 1-2-3 soll den Auswirkungen des demografischen Wandels entgegengewirkt werden. Würden keine Maßnahmengetroffen, so Klaus Jaschke, sei ein Rückgang der Bevölkerung in der Modellregion bis zum Jahr 2020 um acht Prozent möglich. Die Altersgruppe der Personen über 80 Jahre könnte um 30 Prozent zunehmen und im Jahr 2020 könnten etwa 25 Prozent dieser Bevölkerung älter als 65 Jahre sein.

Mit dem Konzept sollten zuerst Wünsche und Bedürfnisse der älter werdenden Gesellschaft festgestellt werden. Dazu hätten viele Haushalte in Schönwald bereits einen Fragebogen erhalten. Klaus Jaschke bat um die Unterstützung der Bevölkerung. Es sei wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger sich einbringen. Neben der Beantwortung der Fragen bestehe auch die Möglichkeit, Wünsche und Anregungen in Stichpunkten weiterzugeben.

Fragebögen könnten im Rathaus abgeholt und dort auch in der bereit gestellten Urne ausgefüllt eingeworfen werden. Die Fragebogenaktion läuft noch bis Ende November 2008.

Die Auswertung erfolge neutral mit Unterstützung der Fachhochschule Zwickau und deren Fachbereich Gesundheits- und Pflegewissenschaften. Mit diesen und anderen Erkenntnissen gehe es dann im Jahr 2009 an die Erarbeitung und die Umsetzung eines Altenhilfe- und Mehrgenerationenkonzeptes.

Ein besonderer Wert werde dabei das ehrenamtliche Zusammenwirken von älteren und jüngeren Menschen darstellen. Notwendig sei aber auch die Einbindung regionaler Arbeitgeber. Es sei zudem darangedacht, die Modellregion überregional zu präsentieren und Interesse zu wecken.

In der Diskussion wurde vor allem der Service für ältere Menschen hervorgehoben. Negativbeispiel sind hier die Fahrkartenautomaten der Bahn. Positiv wurden Dienstleistungen wie beispielsweise das Bringen der Einkäufe oder auch die Unterstützung bei der Reinigung der eigenen vier Wände gesehen. Insgesamt fehle vielerorts eine zusammenfassenden Übersicht der angebotenen Leistungen. Sich selbst helfen zulassen bedeutet dabei immer eine Überwindung.

Ehrenamtliche Hilfe werde durch fehlendes Interesse, flexible Arbeitszeiten bei Berufstätigen, aber auch durch gesetzliche Vorgaben immer schwieriger. Die Benennung eines Mehrgenerationenausschusses oder -beauftragten für die Abstimmung von Maßnahmen zu örtlichen Themen und für den Informationsaustausch mit den Bürgerinnen und Bürgern sei eine notwendige Aufgabe.


Quelle: FRANKENPOST vom 05. November 2008
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