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Grünes Licht für den Bürgerbus

Am Freitag startet in Kirchenlamitz ein Projekt, das im Vorfeld viele Hürden nehmen musste.
Das City-Mobil verkehrt jeden Freitag.

Von Willi Fischer


Kirchenlamitz – Ein Projekt, für das viele Hürden zu überwinden waren, geht an den Start. Im Rathaussaal gab Bürgermeister Thomas Schwarz grünes Licht für die Einrichtung einer Bürgerbuslinie in Kirchenlamitz. Dort waren Mitglieder des Arbeitskreises „Mobilität“, der Projektleiter „Generation 1,2,3“ Michael Stein, sowie die ehrenamtlichen Fahrer des Bürgerbusses zusammengekommen.

Untersuchungen

Bürgermeister Schwarz schilderte das langwierige Verfahren, das durchlaufen werden musste. Er wies darauf hin, dass in den im Rahmen des Programms „Aktiv im Alter“ ins Leben gerufenen Arbeitskreisen das Anliegen nach mehr Mobilität innerhalb der Stadt artikuliert wurde. Grundlage seien die Untersuchungen des interkommunalen Altenhilfe- und Mehrgenerationenkonzeptes „Generation 1,2,3“ gewesen. Es sei der Wunsch gewesen, dass insbesondere ältere Menschen die Einkaufs- und Dienstleistungsmöglichkeiten im Stadtgebiet besser nutzen können. In mehreren Sitzungen des Arbeitskreises „Mobilität“ seien der Entwurf eines Fahrplans erstellt sowie die Standorte der Haltestellen intensiv beraten worden.

„Es war kein einfacher Weg“, schilderte Schwarz das weitere Vorgehen und zeichnete den bürokratischen Hürdenlauf nach, der zu bewältigen war. Nun sei man am Ziel: Die Linienbetreiber des ÖPNV hätten keine Einwände gegen die Bürgerbuslinie. Der Landkreis werde überprüfen, ob entstehende Kosten für die Bürgerbuslinie im Rahmen des ÖPNV getragen oder anteilig gefördert werden können. Die Haltestellen seien von der Straßenverkehrsbehörde und der Polizei für in Ordnung gefunden worden.

Sieben Fahrer

Es stünde ein Stamm von sieben Busfahrern mit Fahrgastbeförderungsschein zur Verfügung. Es sind dies Dieter Handke, Helmut Golly, Jochen Hofmann, Klaus Schwarz. Reservefahrer sind die städtischen Bediensteten Uwe Geyer und Joachim Fischer. Die Fahrer erhielten ein äußerst geringes Entgelt oder arbeiteten ehrenamtlich. Die Regierung von Oberfranken habe den Antrag auf Betrieb der Bürgerbuslinie genehmigt. Wie der Bürgermeister sagte, hat das städtische City-Mobil seine Bewährungsprobe bei einem einjährigen Einsatz bei der Bürgerbuslinie in Schwarzenbach bestanden.

An einmaligen Kosten fallen laut Schwarz 3400 Euro an. Darin enthalten seien unter anderem die Haltestellen-Schilder und der Druck des Fahrplans. Die Kosten für die Linienfahrten jeweils freitags würden sich auf 4600 Euro im Jahr belaufen. Die Fahrpreise seien sehr niedrig gehalten und deckten bei weitem nicht die Unkosten. Laut Bürgermeister kostet dieTageskarte zwei Euro und eine Einzelfahrt einen Euro. Kinder unter sechs Jahren und Menschen mit Behinderung könnten umsonst fahren.


Die ersten Fahrten

Der Bürgerbus startet am Freitag,19. November, um 7.40 Uhr auf dem Parkplatz Vorderes Buchhaus. Stationen sind unter anderem der Rewe-Markt, die Zahnärzte, Allgemeinärzte, die Sparkasse und VR-Bank. In Niederlamitz startet die erste Fahrt um 9.30 Uhr in der Hauptstraße an der Mühle am Weg zum Anwesen Benker. Weitere Haltestellen in Niederlamitz befinden sich unter anderem im Holunderweg, in der Kornbergstraße, Waldstraße und Forststraße. Den Fahrplan gibt es bei der Stadtverwaltung. Der Bürgerbus fährt immer freitags außer an Feiertagen.



Quelle:  FRANKENPOST vom 17. November 2010____Download: Grünes Licht für den Bürgerbus