Ich hoffe auf Rücklauf von 5000 Fragebögen
Aktion | Michael Stein will sein Projekt „Generation 1-2-3“ mit Bürgern der neun IEK-Kommunen entwickeln
Nördliches Fichtelgebirge – Mit einer Fragebogenaktion in allen Haushalten der neun IEK-Kommunen „Nördliches Fichtelgebirge“ sollen Wünsche und Bedürfnisse der Generationen abgefragt werden. Wir sprachen mit Michael Stein. Er begleitet das Projekt „Interkommunales Altenhilfe- und Mehrgenerationenkonzept“ federführend, das unter dem Titel „Generation 1-2-3“ firmiert.
Herr Stein, warum sollte ich mich an der Fragebogenaktion zu „Generation1-2-3“ beteiligen?
Michael Stein: Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels kann hier jeder, egal ob jung oder alt, die Zukunft für das künftige Miteinander der Generationen in unserem Raum mitgestalten.
Können Sie das etwas näher beschreiben?
Wir wollen mittels der Antworten auf unsere Fragen das Wissen erlangen über Vorstellungen und Wünsche für ein selbstbestimmtes Leben im Alter, den Bedarf an Beratungs-, Betreuungs- und Unterstützungsleistungen. Ziel des Projektes „Generation 1-2-3“ ist es also, die Bedürfnisse einer älterwerdenden Gesellschaft in unserem ländlich strukturierten Raum aufzuzeigen, um dann Zug um Zug eine Verbesserung für alle Generationen zu erreichen.
Für brauchbare Erkenntnisse sollten möglichst viele Bürger den Fragebogen zurückschicken.
Wir haben 30000 Fragebögen drucken lassen, 15000 gehen mit dem „Komm mit!“ raus, die weiteren werden in den neun Projektgemeinden persönlich über entsprechende Multiplikatoren verteilt, das heißt, über Kindergarten und Schule, Vereine und Gemeinden, Arztpraxen und Geschäfte. Ich persönlich hoffe bis zum 30. November auf einen Rücklauf von 5000 Fragebögen.
Was passiert danach?
Die Fragebögen werden von Professor Jörg Klewer von der Fachhochschule Zwickau, der im Übrigen auch an der Erstellung des Fragebogens beteiligt war, wissenschaftlich ausgewertet. Ich nehme an, die Ergebnisse liegen uns dann im Januar/Februar 2009 vor. Ich bin schon gespannt darauf. Seit meinem Amtsantritt habe ich ja schon über 150 Fachleuten aus der Region das Projekt persönlich vorgestellt und dabei auch schon viele laufende Projekte und Probleme kennen gelernt. Ungefilterte Auskünfte direkt von der Basis, wie wir sie über den Fragebogen abrufen, sind aber etwas Neues. Die Rücklaufquote wird im Übrigen auch die Bereitschaft der Bürger zeigen, für und an ihrer Zukunft mitzuarbeiten.
Es wird im Fragebogen nach dem persönlichen ehrenamtlichen Engagement gefragt.
Ich will versuchen, eine Ehrenamtsbörse aufzubauen, wo der, der helfen will, den findet, der Hilfe braucht. Dazu dient die beigelegte Postkarte.
Nur um das noch einmal klarzustellen: Sie hoffen auf eine Rückmeldung aus allen Generationen.
Genau. Egal, ob jemand 20 ist oder schon 80, er sollte sich einfach mal 15 Minuten Zeit nehmen. Mit seinen Antworten hilft er mit, das Zusammenleben von Jung und Alt in unserer Region zu gestalten.
Das Gespräch führte Thomas Schuberth-Roth
Quelle: FRANKENPOST vom 25. September 2008___________
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