Mehrgenerationenkonzept trägt erste Früchte
Sachstand | Projektleiter Michael Stein und Bürgermeister Robert Frenzl berichten im Rathaus über die jüngsten Fortschritte.
Schönwald – Vor zwei Jahrenbegannen neun Gemeinden im nördlichen Fichtelgebirge, sich mit einem interkommunalen Altenhilfe- und Mehrgenerationenkonzept zu beschäftigen, das vom bayerischen Sozialministerium gefördert wird. Neben Schönwald sind Kirchenlamitz, Marktleuthen, Oberkotzau, Röslau, Schwarzenbach/Saale, Sparneck und Weißenstadt dabei, und überall hat sich Beachtliches getan. Projektleiter ist der Diplomsoziologe Michael Stein.
Bürgermeister Robert Frenzl gab im Rathaus einen Bericht über den Stand der Dinge in Schönwald. In einem „Bürgerforum“ wurde über das Ergebnis einer Bürgerbefragung vorJahresfrist im evangelischen Gemeindehaus informiert. Außerdem diskutierten zwei Arbeitskreise, was man für Jüngere, die mittlere Generation und Ältere zur Verbesserung der Lebensumstände tun kann.
Bei den älteren Schönwaldern sei vor allem eine Verbesserung der Mobilität gefragt gewesen. Deswegen habe man seit November 2009 einen Fahrdienst eingerichtet, in dem eine Reihevon Privatpersonen als Fahrer zu Veranstaltungen, Gottesdienstbesuchen oder Einkäufen zur Verfügung stehen. Ein weiteres Thema sei eine „Tischgemeinschaft“, die alleinstehenden Menschen ein gemeinsames Mittagsmahl ermöglicht. Das sei jetzt im Seniorenheim „Haus Perlenbach“ möglich. Hier werde zum Preis von weniger als fünf Euro ein Mittagessen angeboten, zu dem man sich einen Tag vorher anmelden könne.
Die Bürgermeister der beteiligten Gemeinden hatten zudem angeregt, einen Ratgeber für Senioren und deren Angehörige herauszugeben, der nun auch in Schönwald Gestalt annehme, wie Frenzl erläuterte. Ein Entwurf wurde nach monatelanger Datensammlung im Arbeitskreis beraten und soll nach dem Druck allen Haushalten zugestellt werden. In dem Pressegespräch zu dem Mehrgenerationenkonzept betonte Frenzl, dass die Stadt stets alle Altersgruppen im Auge habe. Denn neben den Angeboten für Senioren werde in Schönwald auch für Kinder und Jugendliche einiges getan. Der Bürgermeister nannte in diesem Zusammenhang die kürzlich auf 25 Plätze erweiterte Kinderkrippe, die beiden Kindergärten, den Hort, die Schule, die Volkshochschule, den Musikunterricht und die Bibliothek sowie die Angebote der Vereine, der Kirchengemeinden und anderer Organisationen.
Projektleiter Michael Stein erläuterte, was mittlerweile in den anderen beteiligten Kommunen geschehen sei. So gebe es in Schwarzenbach/Saale neben dem bereits gedruckten Ratgeber einen monatlichen Sprechtag der Pflegedienste und einen gut angenommenen Bürgerbus. In Weißenstadt sei ein Seniorenbeirat sehr aktiv, biete monatlich eine „Hutzastubn“ an, organisiere Vorträge und Ausflüge. Sparneck plane eine Begegnungsstätte und in Marktleuthen befinde sich eine Sozialstation der Arbeiterwohlfahrt im Aufbau.
Ein großer Erfolg im Rahmen des Mehrgenerationenkonzeptes sei der „Markt der Möglichkeiten“ in Marktleuthen im vergangenen Jahr gewesen. Wie Stein sagte, erwäge man eine Wiederholung oder die Einrichtung einer Vortragsreihe.
Das laufende Projekt werde auf einer eigenen Homepage unter www.generation123.de dargestellt, das Logo sei inzwischenauch eine geschützte Wort- und Bildmarke.
Durch örtliche Informationen in Bürgerversammlungen, auf Kirchweihen, Fachtagungen und Messen soll das Anliegen dieses regionalen Vorhabens und des innovativen Altenhilfekonzepts der Staatsregierung den Bewohnern im nördlichen Fichtelgebirge weiter vermittelt werden. hk
Sachstand | Projektleiter Michael Stein und Bürgermeister Robert Frenzl berichten im Rathaus über die jüngsten Fortschritte.
Schönwald – Vor zwei Jahrenbegannen neun Gemeinden im nördlichen Fichtelgebirge, sich mit einem interkommunalen Altenhilfe- und Mehrgenerationenkonzept zu beschäftigen, das vom bayerischen Sozialministerium gefördert wird. Neben Schönwald sind Kirchenlamitz, Marktleuthen, Oberkotzau, Röslau, Schwarzenbach/Saale, Sparneck und Weißenstadt dabei, und überall hat sich Beachtliches getan. Projektleiter ist der Diplomsoziologe Michael Stein.
Bürgermeister Robert Frenzl gab im Rathaus einen Bericht über den Stand der Dinge in Schönwald. In einem „Bürgerforum“ wurde über das Ergebnis einer Bürgerbefragung vorJahresfrist im evangelischen Gemeindehaus informiert. Außerdem diskutierten zwei Arbeitskreise, was man für Jüngere, die mittlere Generation und Ältere zur Verbesserung der Lebensumstände tun kann.
Bei den älteren Schönwaldern sei vor allem eine Verbesserung der Mobilität gefragt gewesen. Deswegen habe man seit November 2009 einen Fahrdienst eingerichtet, in dem eine Reihevon Privatpersonen als Fahrer zu Veranstaltungen, Gottesdienstbesuchen oder Einkäufen zur Verfügung stehen. Ein weiteres Thema sei eine „Tischgemeinschaft“, die alleinstehenden Menschen ein gemeinsames Mittagsmahl ermöglicht. Das sei jetzt im Seniorenheim „Haus Perlenbach“ möglich. Hier werde zum Preis von weniger als fünf Euro ein Mittagessen angeboten, zu dem man sich einen Tag vorher anmelden könne.
Die Bürgermeister der beteiligten Gemeinden hatten zudem angeregt, einen Ratgeber für Senioren und deren Angehörige herauszugeben, der nun auch in Schönwald Gestalt annehme, wie Frenzl erläuterte. Ein Entwurf wurde nach monatelanger Datensammlung im Arbeitskreis beraten und soll nach dem Druck allen Haushalten zugestellt werden. In dem Pressegespräch zu dem Mehrgenerationenkonzept betonte Frenzl, dass die Stadt stets alle Altersgruppen im Auge habe. Denn neben den Angeboten für Senioren werde in Schönwald auch für Kinder und Jugendliche einiges getan. Der Bürgermeister nannte in diesem Zusammenhang die kürzlich auf 25 Plätze erweiterte Kinderkrippe, die beiden Kindergärten, den Hort, die Schule, die Volkshochschule, den Musikunterricht und die Bibliothek sowie die Angebote der Vereine, der Kirchengemeinden und anderer Organisationen.
Projektleiter Michael Stein erläuterte, was mittlerweile in den anderen beteiligten Kommunen geschehen sei. So gebe es in Schwarzenbach/Saale neben dem bereits gedruckten Ratgeber einen monatlichen Sprechtag der Pflegedienste und einen gut angenommenen Bürgerbus. In Weißenstadt sei ein Seniorenbeirat sehr aktiv, biete monatlich eine „Hutzastubn“ an, organisiere Vorträge und Ausflüge. Sparneck plane eine Begegnungsstätte und in Marktleuthen befinde sich eine Sozialstation der Arbeiterwohlfahrt im Aufbau.
Ein großer Erfolg im Rahmen des Mehrgenerationenkonzeptes sei der „Markt der Möglichkeiten“ in Marktleuthen im vergangenen Jahr gewesen. Wie Stein sagte, erwäge man eine Wiederholung oder die Einrichtung einer Vortragsreihe.
Das laufende Projekt werde auf einer eigenen Homepage unter www.generation123.de dargestellt, das Logo sei inzwischenauch eine geschützte Wort- und Bildmarke.
Durch örtliche Informationen in Bürgerversammlungen, auf Kirchweihen, Fachtagungen und Messen soll das Anliegen dieses regionalen Vorhabens und des innovativen Altenhilfekonzepts der Staatsregierung den Bewohnern im nördlichen Fichtelgebirge weiter vermittelt werden. hk
Quelle: FRANKENPOST vom 08. März 2010________
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