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Neun Kommunen kommen miteinander gut voran

Bilanz Nördliches Fichtelgebirge | Bürgermeister Alexander Eberl sieht bei der Zusammenarbeit der Verwaltungen viel Entwicklungspotenzial.

Von Willi Fischer

Kirchenlamitz – Der „Stadtumbau West“ zeitigt in den Kommunen des nördlichen Fichtelgebirges erste Erfolge. In Kirchenlamitz wurde nun eine erste Bilanz der „Stadtumbau West-Projekte“ des Interkommunalen Entwicklungskonzeptes (IEK) gezogen. Im IEK arbeiten die Städte und Gemeinden Schwarzenbach/Saale, Kirchenlamitz, Marktleuthen, Weißenstadt, Röslau, Sparneck, Zell, Schönwald und Oberkotzau.

Alexander Eberl, Bürgermeister von Schwarzenbach an der Saale, zog eine Bilanz und stellte fest, dass man ein gutes Stück vorangekommen sei. „Mit unserer landkreisübergreifenden Kooperation von neun Kommunen und 35000 Einwohnern wurden wir schnell zu einem oberfränkischen Vorzeigeprojekt. “Eberl räumte ein: „Auch wenn der ,Stein der Weisen’ nicht gefunden wurde, so haben sich doch wichtige Projekte herauskristallisiert.“ Als positiv bezeichnete er es, dass „wir ein Gespür dafür bekommen haben, welche Stärken diese Region hat und wie diese gezielter herausgearbeitet werden können“.

Als „Nebenprodukt“ nannte Eberl auch verschiedene Kooperationen zwischen Kommunen. Dabei nannte er die Bauhofkooperation zwischen Weißenstadt und Röslau in einem Kommunalunternehmen, die gemeinsam beschafften Bauhofmaschinen von Oberkotzau, Kirchenlamitz und Schwarzenbach oder die intensive Zusammenarbeit der Bauhöfe Schwarzenbach und Kirchenlamitz.

Eberl Vision ist eine Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungen. „Diese könnten eine gemeinsame EDV oder eine gemeinsame Personalabrechnung betreiben. Hier liegt noch viel Potenzial brach."

Ulrich Wieler vom Architekturbüro „UmbauStadt – Urbane Konzepte, Städtebau, Architektur“ aus Weimar, ging auf das kommunale Klimaschutzkonzept ein. Dabei sollten regionale Ressourcen und eine Wertschöpfung vor Ort erzielt werden. Fünf Kommunen würden sich an dem Konzept beteiligen. Starttermin sei der 1. Juli. Als eine weitere Zielsetzung nannte Wieler das Potenzialflächen-Management. Dabei sollen Leerstände erhoben und publik gemacht werden. Ferner ging Wieler auf die touristische Entwicklung ein. Zielvorgaben seien eine Leitstelle „Tourismus“ sowie im Internet buchbare Pauschalangebote.

Michael Stein vom Altenhilfe- und Mehrgenerationenkonzept, „Generation 1, 2, 3“, gab Aufschluss über das Projekt, das seit einem Jahr läuft. Es gelte die Versorgung der älteren Generation in der Region sicherzustellen. Auch ein Zusammengehörigkeitsgefühl solle entwickelt werden. Und in Großstädten solle gezielt mit dem Hinweis auf die Seniorenfreundlichkeit geworben werden.


Quelle: Frankenpost vom 11. Juni 2009 ___ Download: Neun Kommunen kommen miteinander gut voran