* Neues zu Generation 1-2-3 *

Modellprojektphase
von "Generation 1-2-3"
ist zu Ende

Bilder der Abschluss-
diskussionsrunde
finden Sie hier >>>

Die offizielle
Projektauswertung
als PowerPoint
können Sie sich hier
herunterladen:
Download Evaluation

Einkaufsführer und -verführer

Der ersteEinkaufsverführer
für das Nördliche Fichtelgebirge mit 24 sehr interessanten Anbietern ist erschienen und hier abrufbar >>>

Mitteilungsblatt KOMM MIT !

Interkommunales Mittteilungsblatt KOMM MIT im Nördlichen Fichtelgebirge
alle KOMM MIT - Ausgaben
als PDF zum Herunterladen
finden Sie hier >>>

Präsentation Generation 1-2-3

Hier finden Sie zum Modellprojekt Generation 1-2-3 eine Ende 2010 erstellte
 PowerPoint-Präsentation als Download hinterlegt.Präsentation Generation 1-2-3

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

Noch näher an dem, der Hilfe sucht

Vier Pflegedienste richten monatlichen Sprechtag im Schwarzenbacher Rathaus ein


Schwarzenbach - In Schwarzenbach wird ein monatlicher Sprechtag für pflegende Angehörige und Betroffene eingerichtet. Es ist ein gemeinsames Angebot der Ambulanten Pflegedienste des ASD, des BRK, der Caritas und der Diakonie. Ein solcher Beratungs- und Sprechtag wird jeweils am ersten Dienstag des Monats von 15 bis 17.30 Uhr im Rathaus der Stadt Schwarzenbach (im "Notarzimmer" im Ersten Stock) abgehalten. Zum Hintergrund: Im Rahmen des Bürgerforums "Aktiv im Alter" des Modellprojektes "Generation 1-2-3" wurde innerhalb eines der Arbeitskreise vor einigen Monaten diese Projektidee geboren, die nun als gemeinsames Angebot der Stadt Schwarzenbach mit den vier in der Kommune tätigen Pflegediensten ab August 2009 umgesetzt wird.

Über die Details informierten Bürgermeister Alexander Eberl und Vertreter der beteiligten Pflegedienste bei einem Pressegespräch am gestrigen Donnerstag im Schwarzenbacher Rathaus. Eberl begrüßte diese Einrichtung des Sprech- und Beratungstages. Auf "neutralem Boden" im Rathaus könne derjenige, der Beratung und Hilfe suche, sich zudem ungezwungen fühlen. Die Sprechtage sollen dazu dienen, dass vor allem pflegende Angehörige Ratschläge und Unterstützung bekommen, und sich ein Bild machen können, welche Möglichkeiten der Entlastung es für sie gibt. Mit der Nähe zu den Pflegediensten, so der Bürgermeister, werde auch dem Wunsch der Bevölkerung Rechnung getragen, dass alte Menschen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden verbleiben können.

Das Sprechtag-Angebot der Pflegedienste sei ein Baustein dafür. Und die Deutschen werden immer älter. Einer Umfrage zufolge will jeder zweite Deutsche heute 100 Jahre alt werden. Dem müssen die Politik und eben auch die Pflege innerhalb unseres Gesundheitssystems Rechnung tragen. Eine Umfrage des Projektleiters des Interkommunalen Altenhilfe- und Mehrgenerationenkonzeptes "Nördliches Fichtelgebirge", Michael Stein, in der Bevölkerung ergab, dass Betroffene oft nur ungern Hilfe von Dritten annehmen. Am ehesten erreiche man da noch die Angehörigen. Die geplanten Sprechtage sollen helfen, hier Barrieren abzubauen, Ängste zu beseitigen. Alexander Eberl begrüßte es, dass sich alle Pflegedienste, die ja auch Konkurrenten seien, bereit erklärt hätten, hier mit zu machen. Und auch die Vertreter der Pflegedienste, die da in einem Boot säßen, betonten, dass dies keiner als Konkurrenzwettbewerb ansehen werde. Es gehe ausschließlich darum, den Menschen Fachkompetenz zukommen zu lassen. Natürlich könne man sich auch direkt an die Dienste wenden, wurde betont. Hingewiesen wurde auch auf die Flexibilität. Wer beispielsweise einen christlichen oder kirchlichen Pflegedienst jetzt oder später in Anspruch nehmen wolle, könne sich auch von einem anderen Pflegedienst beraten lassen.

Mit dem Angebot, so der Schwarzenbacher Bürgermeister, können auch Erfahrungen gesammelt werden, die dann auf dem Gebiet der Altenhilfe zwischen den Städten und Gemeinden, die inerkommunal zusammenarbeiten, ausgetauscht werden können. Betont wurde: Die Beratung bei einem solchen Sprechtag ist kostenlos und nicht träger- und auch nicht kassengebunden.

Mögliche Themen der Sprechtage für pflegende Angehörige: Belastungserleben pflegender Angehöriger, Rollenänderung in der Beziehung durch die Pflegesituation (ständiges Angebundensein, Erhaltung der Gesundheit des Kranken, Mangel an Dank und Anteilnahme, Verhalten des Patienten, mangelnde Hoffnung auf Besserung bis hin zur Hoffnungslosigkeit, gefühltes Überfordertsein, Rückzug von Verwandten und Freunden, Verlust des Berufes), Umgang mit herausforderndem Verhalten (ständiges Fragen, Aggression, Weglauftendenz), Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel, in Kooperation mit einem Mitarbeiter eines Sanitätshauses, Gewalt in der Pflege (von Pflegenden, oft durch Überforderung, und vom Gepflegten), Ernährung bei Demenz (Schluckstörungen, Verweigerung, Unvermögen mit Besteck umgehen zu können), Wahn und wahnhafte Störung des alten Menschen, Alterungsprozess und Bewegung im Alter, Sturzrisiken und Sturzprävention - Wohnumfeldverbesserung, Trauer, Selbstpflege und Entspannung, Inkontinenz im Alter, Umgang mit Schmerz, Krankheitsbilder: Schlaganfall, Parkinson, Depression im Alter, Demenz, Alzheimer, Patientenverfügung, Gesprächs- und Austauschmöglichkeiten (Angebot Gesprächskreise: gegenseitiger Austausch, das Verstandenwerden, sozialer Kontakt und Geselligkeit, raus aus der Isolation und für zwei Stunden die Verantwortung für den zu Pflegenden abgeben können), Betreuerbestellung - Vollmachterteilung, Krankheitsbild und Krankheitsverlauf ("Was kommt auf mich als Angehöriger zu?"), Therapieformen und diagnostische Möglichkeiten, welche Fachärzte gibt es?, Entlastungs- und Unterstützungsangebote (EDE-Dienst - ambulante Demenzbetreuung), pflegerelevante Angelegenheiten inklusive Hilfsmittel, Finanzierungsmöglichkeiten und Antragstellungen bei Pflege- und Krankenkasse.

Die ersten acht Termine finden an folgenden Tagen statt: Dienstag, 4. August 2009, 15 bis 17.30 Uhr (Sprechtag des ASD), Dienstag, 1. September 2009, 15 bis 17.30 Uhr (Sprechtag des BRK), Dienstag, 6. Oktober 2009, 15 bis 17.30 Uhr (Sprechtag der Caritas), Dienstag, 3. November 2009, 15 bis 17.30 Uhr (Sprechtag der Diakonie), Dienstag, 1. Dezember 2009, 15 bis 17.30 Uhr (Sprechtag des ASD), Dienstag, 5. Januar 2010, 15 bis 17.30 Uhr (Sprechtag des BRK), Dienstag, 2. Februar 2010, 15 bis 17.30 Uhr (Sprechtag der Caritas), Dienstag, 2. März 2010, 15 bis 17.30 Uhr (Sprechtag der Diakonie).

Weitere Auskunft und Beratung erhalten Sie bei: ASD e.V. Pflege zu Hause, Detlef Keil, Hof, Wölbattendorfer Weg 20, Tel. 09281/40020, E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ; BRK-Kreisverband Hof, Sonja Jacob-Obermeit, Hof, Ernst-Reuter-Straße 66b, Tel. 09281/6293-14, E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ; Caritasverband für Stadt- und Landkreis Hof, Regine Wenig, Hof, Marienstraße 58, Tel. 09281/14017-42, E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ; Diakonie Hochfranken, Heidi Michl, Schwarzenbach, Spitalstraße 6, Tel. 09284/317 oder 6663, E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .       sh


Quelle:
Schwarzenbacher Amtsblatt vom 24. Juli 2009________
Download: Noch näher an dem, der Hilfe sucht