* Neues zu Generation 1-2-3 *

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Projekt Generation 1-2-3 hilft: Länger in den eigenen vier Wänden leben

Städte im Fichtelgebirge fördern interkommunales Entwicklungskonzept

SCHWARZENBACH AN DER SAALE - Die Menschen in der Region werden älter. Die Jüngeren ziehen oft in die Ballungsgebiete, um eine sichere Arbeitsstelle zu finden. Eine Entwicklung, die nicht wünschenswert ist, aber eben Fakt. Um die älteren Menschen im Fichtelgebirge zu unterstützen, gibt es das Projekt "Generation 1-2-3", ein Modellprojekt von neun Städten und Gemeinden des nördlichen Fichtelgebirges, welches vor allem das möglichst lange eigenständige Leben in den eigenen vier Wänden unterstützt.

Die absehbaren demografischen Veränderungen bedeuten für kleine Kommunen eine Herausforderung, die von diesen nicht mehr ausreichend und sinnvoll isoliert bewältigt werden kann. So wurde das Projekt Generation 1-2-3 ins Leben gerufen. Die Modellregion umfasst dabei die Gemeinden Markt Oberkotzau, die Stadt Schwarzenbach an der Saale, den Markt Sparneck und den Markt Zell aus dem Landkreis Hof sowie die Stadt Kirchenlamitz, die Stadt Marktleuthen, die Gemeinde Röslau, die Stadt Schönwald und die Stadt Weißenstadt aus dem Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge. In dieser Region leben insgesamt ca. 35000 Menschen.

Das Projekt hat dabei als kurzfristiges Ziel die Gewinnung von Informationen über Wünsche und Bedürfnisse einer älter werdenden Gesellschaft im Auge. Mittelfristig soll dann die Erstellung und Implementierung eines interkommunalen Altenhilfe- und Mehrgenerationenkonzeptes folgen und langfristig natürlich die Attraktivität der Region für ältere Menschen und junge Familien erhöht werden.

So wurden in den vergangenen beiden Jahren immer gemeinsam mit den Bürgern vor Ort Informationsbroschüren für Senioren und Angehörige mit Hilfsangeboten erstellt, ehrenamtliche Fahrdienste und Bürgerbusse ins Leben gerufen, gemeinsam mit sozialen Trägern Anlaufstellen und Beratungsangebote etabliert und im Herbst 2009 eine große Infomesse mit 37 Ausstellern organisiert. "In diesem Jahr soll diese Messe nicht einfach wiederholt werden, sondern die Informationen sollen noch mehr zu den Bewohnern vor Ort gelangen", erklärt Michael Stein, Leiter des sozialen Projektes. Dies wird mit den so genannten "Herbstvorträgen", die übrigens am 20. September starten, angegangen.

Die Einwohner haben vom 20. September bis zum 29. November insgesamt 20 Mal die Gelegenheit, sich zu Themen wie Verkehrssicherheit, gesunde Ernährung, Demenz, Pflege zu Hause, alternative Wohnformen und Fördermöglichkeiten, ehrenamtliche Mitarbeit, Nachbarschaftshilfe via Internet und noch mehr durch Experten vor Ort zu informieren, zu diskutieren, Fragen zu stellen und exklusive Führungen mitzumachen. "Das Ziel der Herbstvorträge ist, die verschiedenen Möglichkeiten aufzuzeigen, den demografischen Wandel eigenverantwortlich vor Ort selbst mitgestalten zu können", so Stein.

Seit Ende September 2006 erscheint dazu auch monatlich - als eine der ersten Maßnahmen des Projektes - das interkommunale Mitteilungsblatt "Komm Mit!": Es soll Mitteilungen weiterleiten und Menschen mitnehmen in ihre Nachbargemeinde. Aber auch in den Vorträgen informieren die Referenten über geplante Maßnahmen,

Am Montag, 20. September, um 17 Uhr starten die Herbstvorträge mit einer Veranstaltung im PEMA Concept Store, Goethestraße 23, in Weißenstadt. Das Thema des Vortrags heißt "Gesunde Ernährung - Warum ist Vollkornbrot gesund?". Weitere Informationen finden Interessierte unter www.generation123.de .     Ralf Oesterreicher



Quelle:  BLICKPUNKT vom 18. September 2010__________ Download: Projekt Generation 1-2-3 hilft