* Neues zu Generation 1-2-3 *

Modellprojektphase
von "Generation 1-2-3"
ist zu Ende

Bilder der Abschluss-
diskussionsrunde
finden Sie hier >>>

Die offizielle
Projektauswertung
als PowerPoint
können Sie sich hier
herunterladen:
Download Evaluation

Einkaufsführer und -verführer

Der ersteEinkaufsverführer
für das Nördliche Fichtelgebirge mit 24 sehr interessanten Anbietern ist erschienen und hier abrufbar >>>

Mitteilungsblatt KOMM MIT !

Interkommunales Mittteilungsblatt KOMM MIT im Nördlichen Fichtelgebirge
alle KOMM MIT - Ausgaben
als PDF zum Herunterladen
finden Sie hier >>>

Präsentation Generation 1-2-3

Hier finden Sie zum Modellprojekt Generation 1-2-3 eine Ende 2010 erstellte
 PowerPoint-Präsentation als Download hinterlegt.Präsentation Generation 1-2-3

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

Senioren wünschen sich "Betreutes Wohnen"

Mehrgenerationen-Konzept | Die Arbeiterwohlfahrt will das Gebäude neben dem Egerpark ausbauen und vergrößern.

Von Hans Gräf


Marktleuthen – Etwas besser hätte die Resonanz beim Bürgerforum in Marktleuthen schon ausfallen können. Lediglich 35 Männer kamen zur Veranstaltung über das Altenhilfeund Mehrgenerationen-Konzept „Generation 1-2-3“ für das nördliche Fichtelgebirge in die Stadthalle. Die Moderation an diesem Abend lag in den Händen von Pfarrer Wolfram Lehmann vom evangelischen Bildungszentrum in Bad Alexandersbad. Hauptpunkt dieses Abends war neben der Auswertung der Fragebogenaktion zum Altenhilfekonzept vor allem der von der Arbeiterwohlfahrt in Marktleuthen geplanten weitere Ausbau der Sozialstation.

Anlaufstelle für Angehörige

Wie hierzu der AWO-Geschäftsführer Thomas Heiland in einem ausführlichen Konzept darstellte, soll die im letzten Jahr von der Arbeiterwohlfahrt eröffnete Sozialstation am Unteren Markt in Marktleuthen vor allem für die Belange der älteren und behinderten Menschen in Marktleuthen und Umgebung noch besser ausgebaut werden. Man will dort auch als Anlauf- und Beratungsstelle für pflegende Angehörige tätig sein. Heiland sagte ferner, dass die Sozialstation mit Fachkräften für die häusliche Kranken- und Altenpflege gut besetzt und inzwischen recht zahlreich tätig sei. Das Aufgabengebiet soll nun in der Sozialstation weiterentwickelt und erweitert werden.

Voraussichtlich denkt man auch an Tagespflege und stundenweise Betreuung von Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Es ist auch vorgesehen, ein Gymnastikangebot zur Sturz- und Inkontinenzprävention sowie Unterhaltungsveranstaltungen und Anlaufstelle für Fahrdienste anzubieten. Einen Großteil davon finanziert die Pflegekasse.

Um all dieses umfangreiche Angebot besser verwirklichen zu können, so Heiland, müsste jedoch dieses zweigeschossige Gebäude neben dem Egerpark entsprechend ausgebaut und vergrößert werden. Eine Vorplanung des Architekten mit Anbau eines Wintergartens liegt bereits vor. Nach einer ersten Kostenschätzung dürfte der Um- und Ausbau gut 200000 Euro betragen. Die Finanzierung ist so angedacht, dass die Stadt dieses Vorhaben über das Programm „Stadtumbau West“ für eine staatliche Förderung mit 60 Prozent anmeldet und der Rest von der Arbeiterwohlfahrt über Kredite finanziert wird. Wenn alles gut läuft, dürfte dieses Projekt nach einer einjährigen Bauzeit im Frühjahr 2010 fertig gestellt sein, sagte der Geschäftsführer. Auf Befragung haben alle anwesenden Bürger dieses Vorhaben der Arbeiterwohlfahrt mit der Sozialstation in Marktleuthen begrüßt und für eine gute und sinnvolle Lösung gehalten.

Projektmanager Michael Stein berichtete noch von der Fragebogenauswertung über die im vergangenen Jahr auch in Marktleuthen durchgeführte Umfrage im Rahmen des laufenden interkommunalen Altenhilfe- und Mehrgenerationenkonzeptes. Er bedauerte jedoch, dass in Marktleuthen nur 49 Fragebögen ausgefüllt zurückgegeben wurden. Wie hieraus zu ersehen war, stand unter den Wünschen der älteren Bürger vor allem die Betreuung im häuslichen Umfeld im Vordergrund. Im Bedarfsfalle wäre auch an die Aufnahme in eine altersgerechte Wohnanlage mit Betreuung denkbar. Als wünschenswert wurde angeregt, die fachärztliche Versorgung zu verbessern. Für pflegebedürftige Menschen sollte eine kurzfristige vorübergehende Betreuungsmöglichkeit geschaffen werden. Bei der Frage nach Freizeit und Ehrenamt gaben mehrere Befragte an, in einem gewissen Umfang für Besorgungen, Fahrten zum Arzt und Gartenarbeit bereit zu sein, wofür die Betroffenen auch eine gewisse Aufwandsentschädigung übernehmen würden.

Attraktive Angebote

In diesem Zusammenhang wurde an diesem Abend auch angeregt zu prüfen, ob nicht in den leer stehenden Wohnblocks am Schießhaus in Marktleuthen, die in unmittelbarer Nähe zum großen Louis-Röll-Seniorenheim der Arbeiterwohlfahrt stehen, eventuell Wohneinrichtungen für „Betreutes Wohnen“ geschaffen werden könnten. Durch das gut ausgestattete stationäre Alten- und Pflegeheim könnten dann diese älteren und behinderten Bürger in diesen seniorengerechten Wohnungen mit Essen versorgt und durch die neue Sozialstation der Arbeiterwohlfahrt betreut und gepflegt werden. Dabei wäre mit zu bedenken, dass ja nach den Vorgaben im interkommunalen Altenhilfe- und Mehrgenerationen-Konzept für das nördliche Fichtelgebirge vor allem ältere Menschen aus den Ballungsräumen und Großstädten zu einen Umzug in unsere Region mit seniorengerechter Infrastruktur und günstigen Lebenshaltungskosten motiviert werden sollten.


Quelle: Frankenpost vom 19. Mai 2009 _______ Download: Senioren wünschen sich "Betreutes Wohnen"