* Neues zu Generation 1-2-3 *

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Präsentation Generation 1-2-3

Hier finden Sie zum Modellprojekt Generation 1-2-3 eine Ende 2010 erstellte
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Sprechstunde mit Pilotfunktion

Vorhaben | Abwechselnd beraten vier Pflegedienste in der Stadt Schwarzenbach von August an pflegende Angehörige im Rathaus. Das Projekt „Generation 1-2-3" will das Angebot fest etablieren.       Von Thomas Schuberth-Roth


Schwarzenbach an der Saale – Was tun, wenn jemand in der Familie zum Pflegefall wird? Nicht selten fühlen sich Angehörige beim Gedanken daran hin- und hergerissen. Da ist zum einen der Wunsch vieler Senioren, so lange wie möglich in der vertrauten Umgebung zu leben, zum anderen aber fürchten Angehörige die Überforderung. Schon das Wissen darum, was auf einen zukommt, kann Ängste nehmen.

Vor diesem Hintergrund ist der Sprechtag für pflegende Angehörige zu sehen, der erstmals am 4. August im Rathaus in Schwarzenbach an der Saale stattfinden wird. Der Sprechtag ist während des Bürgerforums im Rahmen des Projekts „Generation 1-2-3“ ein vielfach geäußerter Wunsch gewesen. Das Besondere daran: Alle vier in Schwarzenbach vertretenen Pflegedienste – ASD Pflege zu Hause, Bayerisches Rotes Kreuz, Caritasverband Stadt und Landkreis Hof und Diakonie Hochfranken – Zentrale Diakoniestation – konnte man für das Vorhaben gewinnen.

Testphase beginnt am 4. August

Wie Bürgermeister Alexander Eberl gestern vor Pressevertretern sagte, habe die Stadt Schwarzenbach mit diesem Sprechtag eine „Pilotfunktion“ innerhalb der neun Kommunen des Interkommunalen Entwicklungskonzepts (IEK) „Nördliches Fichtelgebirge“ übernommen. Die Testphase sieht acht Termine von August 2009 bis März 2010 vor; jeweils dienstags in der Zeit von 15 bis 17.30 Uhr werden Ansprechpartner der Pflegedienste im Rathaus der Stadt Schwarzenbach für Ratsuchende zur Verfügung stehen.

Die Beratungen sind dabei weder an bestimmte Krankenkassen noch Träger gebunden. Dazu Eberl: „Es handelt sich um ein niederschwelliges Angebot, in dem es um eine erste Information geht.“ Die Beratung soll ein möglichst breites Spektrum von Fragen abdecken, völlig unabhängig auch davon, ob bereits ein akuter Fall vorliegt. Bei den Pflegediensten, die ja bereits und auch weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, weiß man, dass sich viele Angehörige „schon lange vor dem Eintreten eines Pflegefalls darüber Gedanken machen“, wie Sonja Jacob-Obermeit vom Bayerischen Roten Kreuz sagt.

Allein Fachkompetenz zählt

Die Fachkompetenz steht bei der Sprechstunde in Schwarzenbach an der Saale über allem – unabhängig vom jeweiligen Träger eines Pflegedienstes. Die Konkurrenz der vier Sozialdienste mag auf dem Pflegemarkt gegeben sein, im Rahmen der Sprechstunde soll sie ausgeblendet sein. Michael Stein, der Leiter des Projekts „Generation 1-2-3“, ist zuversichtlich: „Niemand sieht darin ein Problem.“

Es soll auf Hilfen hingewiesen werden, damit Pflegebedürftige möglichst lange daheim leben können – darunter fällt etwa auch eine Verbesserung des Lebensumfelds. Die pflegenden Angehörigen zu entlasten, dazu dienen ambulante Angebote wie Essen auf Rädern, Winter- oder Einkaufsdienste. Aber es wird auch Hinweise auf Gesprächsangebote in Gruppen geben. Die Beratung wird Hinweise darauf liefern, was die Angehörigen im Rahmen einer Pflegesituation alles erwartet – ständiges Angebundensein, kaum Dank und Anteilnahme, Gefühl des Überfordertseins, Rückzug von Verwandten und Freunden und dadurch bedingte Einsamkeit und Isolation. Oder die Beratung gibt Aufschluss über die Krankheitsbilder wie etwa die Stadien der Demenz, Schlaganfall, Parkinson oder Depression im Alter.

Es können jedoch auch Fragen zur Patientenverfügung behandelt werden, zur Betreuerbestellung oder Antragstellungen bei Pflegekasse und Krankenkasse.

Ob und wie die Sprechstunde angenommen wird, werde sich in der Testphase zeigen, sagt Bürgermeister Alexander Eberl. Gedacht sei sie für „jeden Angehörigen, der sich kümmern will“, eine Anmeldung sei nicht erforderlich.


Termine

Die Termine während der achtmonatigen Testphase finden jeweils dienstags in der Zeit von 15 Uhr bis 17.30 Uhr im Rathaus der Stadt Schwarzenbach an der Saale, Zimmer 4, erster Stock („Notarzimmer“), an folgenden Tagen mit diesen Trägern statt: 4. August: ASD, 1. September: BRK, 6. Oktober: Caritas, 3. November: Diakonie, 1. Dezember: ASD, 5. Januar 2010: BRK, 2. Februar 2010: Caritas, 2. März 2010: Diakonie



Quelle:
Frankenpost vom 24. Juli 2009________
Download: Sprechstunde mit Pilotfunktion