Vorschlag für die Winterling-Brache
Entwicklungskonzept | Stadt Kirchenlamitz wartet gespannt auf das Ergebnis des Architektenwettbewerbs für die nicht mehr genutzten Gebäude des Porzellanherstellers.
Kirchenlamitz – Schon in Kürze wird feststehen, wie es mit den Brachflächen der früheren Porzellanfabrik Winterling in Kirchenlamitz und Schwarzenbach/Saale weitergeht. Dies erläuterte Bürgermeister Thomas Schwarz in der jüngsten Stadtratssitzung. Er gab dort einen ausführlichen Sachstandsbericht über das Stadtumbaumanagement „Nördliches Fichtelgebirge“. Weitere Handlungsfelder seien der kommunale Klimaschutz, eine Aufstellung von entwicklungsfähigen Flächen, die Tourismusentwicklung sowie ein Altenhilfe- und Mehrgenerationenkonzept.
Der Architektenwettbewerb für die Winterling-Brachen sei inzwischen abgeschlossen. „Wir warten hier auf die abschließende Broschüre, diese liegt der Regierung vor, wir erwarten in Kürze die Druckfreigabe“, teilte Schwarz mit. Vier Preisträger hätten nochmals Gelegenheit gehabt, sich vorzustellen. Einer davon werde in Kürze in enger Abstimmung mit dem Insolvenzverwalter den Zuschlag erhalten.
Im weiteren Vorgehen sollen einzelne Gebäudeteile überplant werden, damit diese bei Bedarf umgebaut und verbessert werden können. Schwarz nannte in diesem Zusammenhang als Beispiel die Ofenhalle. Angedacht sei auch eine Aufteilung auf kleinere Parzellen. Auf Anfrage aus dem Stadtrat sagte Schwarz, dass es sich bei der Umwandlung der Winterling-Brachen um einen sehr langwierigen Prozess handeln könne, der sich unter Umständen über Jahre hinweg erstrecken kann.
Schließlich nannte Schwarz noch dass Mehrgenerationen-Projekt „1, 2, 3“. Die erste Auswertung einer Umfrage sei der Lenkungsgruppe vorgetragen worden. Die Werte würden noch verfeinert und auf die einzelnen Kommunen heruntergebrochen, teilte Schwarz mit. Die Auswertung und Beurteilung werde unter Einbeziehung der Fachhochschule Zwickau vorgenommen. Deren Professor Jörg Klewer habe die Umfrage als durchaus repräsentativ und aussagekräftig bewertet. Als nächstes sollen sich nun Bürgerforen mit dem Arbeitstitel „Aktiv im Alter“ anschließen. Der Bürgermeister kündigte an, das er den Leiter des Projektes in den Stadtrat einladen werde, damit die Erkenntnisse aus der Umfrage vorgestellt werden können.
Abschließend gab Schwarz bekannt, dass demnächst Termine abgestimmt werden, um mit den Akteuren und Bürgern vor Ort ins Gespräch zu kommen. „Ich stelle mir vor, dass dies im April soweit sein könnte.“ Willi Fischer
Quelle: Frankenpost vom 19. Februar 2009___________
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