Das Bürgerforum "Aktiv im Alter" im Katholischen Pfarrsaal St. Antonius in Oberkotzau:
Das achte der insgesamt neun Bürgerforen im Rahmen des Modellprojekts "Generation 1-2-3" und dem Programm "Aktiv im Alter" fand am 16. Juli 2009 von 17.30 bis 20.00 Uhr im Katholischen Pfarrsaal St. Antonius der Marktgemeinde Oberkotzau statt. Etwa 30 interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer der jüngeren und der älteren Generation folgten der Einladung des 1. Bürgermeisters Stefan Breuer, darunter Mitglieder des Marktgemeinderates, der Kirchen, der Baugenossenschaft sowie soziale ambulante und stationäre Träger. Moderiert wurde der Abend von Pfarrer Wolfram Lehmann, Geschäftsführer des kirchlichen Netzwerks "Gemeinsam für die Region" mit Sitz in Bad Alexandersbad.Nach einleitenden Worten durch Bürgermeister und Moderator zum Anliegen und Verlauf des Abends stellte Projektleiter Michael Stein die Besonderheiten der Umfrageergebnisse zu "Generation 1-2-3" für den Markt Oberkotzau im Vergleich zu den repräsentativen Ergebnissen aus allen 9 Kommunen des "Nördlichen Fichtelgebirge" vor und beantwortete Rückfragen dazu. Die Gesamtergebnissen der repräsentativen Umfrage für das Nördliche Fichtelgebirge befinden sich hier >>>
Die Ergebnisse der insgesamt 110 abgegebenen Fragebögen (4% der Haushalte) für Oberkotzau finden Sie hier >>>
Für Oberkotzau hatten überwiegend unter 60-Jährige (78,8%) den Fragebogen beantwortet, mehr Frauen (66%) als Männer, relativ viele aus der Umgebung Zugezogene (40,6%) sowie relativ viele zur Miete Wohnende (31,4%). Diese leicht verzerrte Zusammensetzung wirkte sich auch auf die Ergebnisse nach Bedarf und Wünschen aus: Neben der Verbesserung der fachärztlichen Versorgung, der Schaffung kurzfristiger Betreuungsmöglichkeiten für Ältere und zusätzlicher Fahrdienste, war auch der Wunsch zur Schaffung von Angeboten der Kinderbetreuung mit 41,1% relativ hoch. Weitere Wünsche: Schaffung einer Begegnungsstätte für alle Generationen (41,1%), Umnutzung von Leerstand altengerecht (36,4%) oder familiengerecht (31,8%) sowie mit einem relativ hohen Wert das Angebot eines Mehrgenerationen-Wohnens (29,0%). Bei Hilfebedarf können sich relativ viele Befragte die Form des Betreuten Wohnens (40,2%) vorstellen.
Weitere Wünsche aus dem Freitext:- mehr Freizeitangebote für Jugendliche
- generationenübergreifende Angebote gegen die Isolation der Älteren
- Einrichtung einer 24h-Hotline für Ältere
- Organisation kurzfristiger Altenbetreuung
- Treffpunkt für Einsame, Café für Senioren
- Fahrten zum Einkaufen, zum Arzt, Begleitdienste (Bürgertaxi)
Als Aufgabe innerhalb des Arbeitskreises "Seniorenbeirat" wurde die Bildung eines gleichnamigen Gremiums für den Markt Oberkotzau geplant, sowie die Bestellung eines Seniorenbeauftragten mit dem Zweck der Erörterung seniorenrelevanter Themen. Der Marktgemeinderat soll dies in der zweiten Jahreshälfte unter Kooperation mit in der Seniorenarbeit aktiven Institutionen umsetzen. Eine Gründungsversammlung soll nach dem kommunalen Seniorennachmittag (14.11.09) stattfinden.
Der Arbeitskreis "Begegnung der Generationen" hat den Aufbau einer Ehrenamtsbörse als Thema behandelt. Ziel ist es, jüngere und ältere Menschen für gemeinsame Zeit zum Reden und Helfen zusammenzubringen. Angebunden werden soll dieses Projekt an bestehende Einrichtungen und in enger Absprache mit dem zukünftigen Seniorenbeirat nach dessen konstituierender Sitzung.Mit einer Vorlaufzeit von zwei bis drei Jahren kalkuliert der Arbeitskreis "Altersgerechtes Wohnen" für die zielgerichtete Umnutzung vorhandener leerstehender Gebäude in preiswerte barrierefreie Wohnungen. Erster Schritt soll hier eine Sensibilisierung und Öffentlichkeitsarbeit für diese Thematik sowie eine Bedarfsanalyse in Oberkotzau sein. Umgesetzt werden soll das Projekt durch gemeinsames Handeln der Baugenossenschaft, der Kommune, von sozialen Trägern und weiteren potentiellen Anbietern.
In einer Schlußrunde stellten die jeweiligen Sprecher der Arbeitskreise die erarbeiteten Ergebnisse allen Teilnehmern zusammenfassend vor. Nach der Beantwortung letzter Rückfragen aus der Runde bedankten sich Bürgermeister Breuer und Moderator Lehmann für die gute Diskussion und das Interesse der Mitwirkenden. Projektleiter Stein versprach abschließend, die Teilnehmer über die zukünftige Entwicklung der "Generation 1-2-3"-Projekte in Oberkotzau und auch aus den anderen Kommunen regelmäßig zu informieren.
Einen Presseartikel zum Bürgerforum können Sie sich hier ansehen >>>
Weitere Bilder von dem Bürgerforum aus Oberkotzau finden Sie hier hinterlegt >>>
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